Auf großformatigen Plakaten von AfD, CDU, FDP, Grünen, Linken und SPD werden "Stadt-Bilder" gezeigt, die von der KI auf Grundlage der jeweiligen Wahlprogramme generiert wurden. Die sichtbaren Unterschiede fordern zur politischen Debatte heraus. Anfang Januar wurden die bis dahin veröffentlichten Wahlprogramme der vorgenannten Parteien mit ChatGPT5.2 verarbeitet. Dabei wurden die politischen Ziele, Werte und Prioritäten der jeweiligen Parteien mit einem identischen Prompt in künstlerische Bildwelten übersetzt. Als wiederkehrendes Motiv wurde die Perspektive auf eine Stadt gewählt. Städte bündeln zentrale gesellschaftliche Themen wie Wohnen, Arbeit, Mobilität, Umwelt und soziale Teilhabe. In diesem verdichteten Raum lassen sich politische Vorstellungen besonders anschaulich darstellen und miteinander vergleichen. Die Stadt wird so zur Projektionsfläche politischer Ideen und zum Spiegel unserer Erwartungen an die Zukunft.
Ziel dieser Initiative ist es, breites Interesse zu wecken für die Auseinandersetzung mit den Angeboten dieser Parteien. Ein solch visueller Zugang soll Sie als Besucher dazu anregen, miteinander über die jeweiligen Vorstellungen in zentralen Lebensfeldern zu sprechen. Sei es in Bezug auf Wohnen, Arbeit, Verkehr, Umwelt, Energieversorgung, Sicherheit oder Freizeit.
Die Ausstellung ist überparteilich und gibt keine Wahlempfehlung! Begleittexte erläutern, welche politischen Schwerpunkte in den Bildern gezeigt werden - und welche wichtigen Programminhalte. zusätzlich zu beachten sind.
Träger dieser Initiative sind das Institut für Demokratie und Künstliche Intelligenz (IDemKI, Tübingen), die Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg und der Volkshochschulverband Baden-Württemberg. Ferner hat das IZKT der Universität Stuttgart mitgewirkt.
Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag während unserer gewohnten Öffnungszeiten im Flur frei zugänglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir laden Sie ein, vorbeizukommen, sich auf die Plakate und die eigenständige Auseinandersetzung mit den politischen Programmen einzulassen und selbst zu erkennen, wie die KI abstrahiert und politische Inhalte verdichtet, aber auch zentrale Aussagen, Konfliktlinien und Schwerpunkte sichtbar macht. Sie reduziert komplexe Programme auf ausgewählte Schwerpunkte und verarbeitet politische Inhalte nicht inhaltlich, sondern textuell anhand statistischer Wahrscheinlichkeiten. Technische Limitationen und mögliche Verzerrungen sind daher zwangsläufig.